Warum Küchenmesser nicht in die Spülmaschine sollten

Küchenmesser nicht in die Spülmaschine Das Küchenmesser nicht in die Spülmaschine geben!

Wer ein hochwertiges scharfes Küchenmesser sein Eigen nennt, weiß wie wichtig es ist, dass dieses gut behandelt und gepflegt wird. Besonders Profiköche, die viel Fleisch, Fisch oder Gemüse schneiden und dabei auf Genauigkeit achten müssen, sind auf ein bzw. mehrere professionelle Messer angewiesen. Aber auch in Haushalten, in denen gerne und viel gekocht und gebraten wird, wird man ein scharfes Küchenmesser zu schätzen wissen. Da die scharfen Klingen sehr empfindlich sind, benötigen sie eine besondere Behandlung. Dazu zählt u.a. auch, dass Küchenmesser nicht in die Spülmaschine gehören. Warum? Weil sie dadurch stumpf werden und nicht mehr präzise schneiden können.

Warum werden Küchenmesser in der Spülmaschine stumpf?

Es gibt mehrere Gründe, warum Sie Ihre guten Küchenmesser nicht in die Spülmaschine geben sollten.

1. Grund: Kontakt mit anderem Besteck

So kommen die scharfen Messer im Besteckkorb oder auch auf einer Besteckablage mit anderen Messern bzw. anderem Besteck in Kontakt. Durch den harten Wasserstrahl aus dem Geschirrspüler Sprüharm kann die Messerschneide gegen die anderen Teile schlagen. Die Klinge kann dadurch nicht nur stumpf, sondern sogar stärker beschädigt werden. Scharten und Ausbrüche können entstehen, die das Messer unbrauchbar machen.

Stumpfes Küchenmesser
Ein stumpfes Küchenmesser schneidet nicht gut

2. Grund: Korrosion

Aber auch aggressiven Inhaltstoffe im Spülwasser greifen den Stahl an. Wenn Sie Ihr Geschirr und Besteck im Geschirrspüler reinigen, wird das Wasser mit dem Spülmitteltab, Klarspüler und Salz vermischt und bei Temperaturen von 60 °C bis 70 °C über alles im Geschirrspüler befindliche verteilt. Auf diese Weise werden Essensreste über die Programmdauer aufgeweicht und entfernt. Das kann schon mal 2-3 Stunden dauern, in denen Ihr hochwertiges Küchenmesser mit den aggressiven Säuren und Salz in Berührung kommt.

Über eine längere Dauer reagieren diese Inhaltsstoffe nun mit dem Metall der Klinge und lassen es rosten. Wenn Sie das Messer zum ersten Mal in eine Spülmaschine geben, werden Sie die Schäden nicht gleich bemerken, denn sie sind am Anfang noch unscheinbar. Nur einge kleine braune Flecken deuten auf den Schaden hin. Mit der Zeit wird die fein ausgeschliffene Schneide poröser und winzige Stücke an der Schnittfläche brechen aus – das Messer schneidet nicht mehr so scharf wie es soll und es wird stumpf.

Mehr zu den chemischen Vorgängen in der Spülmaschine erfahren Sie in diesem Video:

Wie Sie sehen, werden die hochwertigen Küchenmesser in Deutschland zwar als „rostfrei“ bezeichnet, sie sind aber eigentlich nur „rostträge“, d.h. sie rosten nur langsamer bzw. unter erschwerten Bedingungen, wie sie eben beim Spülen in der Spülmaschine vorliegen. Das hat übrigens nichts mit spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet zu tun.

3. Grund: Flugrost

Auch Flugrost ist ein Grund, warum Sie Ihre hochwertigen Küchenmesser nicht in die Spülmaschine geben sollten. Dieser, von minderwertigem Besteck oder Stahltöpfen stammende Schmutz, kann sich auf den Messern absetzen. Das sieht auf den hochwertigen Messern nicht besonders appetitlich aus.

4. Grund: Schäden am Griff

Auch am Griff des Messers entstehen mit der Zeit Schäden, wenn Sie es in der Maschine spülen. Holz- oder Kunststoffgriffe können aufgrund des Zusammenspiels von Spülmittel, hohen Spültemperaturen und langer Wasser-Einwirkzeit verbleichen oder sich von der Klinge lösen. Auch in diesem Fall ist es besser, wenn Sie das Küchenmesser nicht in die Spülmaschine geben, sondern lieber von Hand spülen.

Warum sollte man hochwertige Messer besser von Hand spülen?

Im Gegensatz zum Spülen in der Maschine, wird das Messer beim Spülen von Hand nur kurz und zudem mit nur wenig aggressivem, geringer konzentriertem Spülmittel konfrontiert. Und während der Geschirrspüler mit hohen Temperaturen von über 60 °C arbeitet, werden beim Handspülen nur niedrige Temperaturen von ca. 40 °C erreicht. So ein professionelles Messer, das meist auch seinen Preis hat, kommt so beim Handspülen nur kurz und nicht so intensiv mit den schädigenden Komponenten in Berührung.

Experten sind sich einig, dass das Reinigen von Hand weitaus schonender und daher besser für den Zustand der Klinge ist. Gehen Sie beim Spülen von Hand daher wie folgt vor:

  • Das Küchenmesser am besten gleich nach der Verwendung spülen. Auch der Kontakt mit salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln kann das Material angreifen.
  • Einfach mit einem Tropfen Spülmittel und lauwarmen Wasser abspülen. Ein Schwamm oder eine Bürste helfen dabei.
  • Nicht einfach trocknen lassen, sondern mit einem Tuch vorsichtig vom Klingenrücken zur Schneide hin trockenwischen. Somit vermeiden Sie, dass Sie sich an der scharfen Klinge verletzen.

Wo sollten Küchenmesser aufbewahrt werden?

Damit die Qualität nicht leidet, gehören Küchenmesser nicht in die Spülmaschine. Aber auch bei der Aufbewahrung sollten Sie einige Regeln beachten. So sollte sich die Klinge niemals mit anderen Messerklingen berühren. Ein Besteckfach ist also eher ungeeignet für ein hochwertiges Küchenmesser. Besser ist da schon eine Messertasche, ein Messerblock oder Magnetleisten. Dadurch werden die Messer separat gelagert und man läuft nicht Gefahr, dass sie durch andere Teile beschädigt werden. Unerlässlich ist auch ein regelmäßiger Schliff der Messer, damit sie ausreichend scharf sind.

Fazit

Küchenmesser werden in der Spülmaschine stumpf. Wer seine Messer liebt sollte sie lieber von Hand abwaschen. Und auch wenn „rostfrei“ drauf steht, bedeutet das nicht, dass Küchenmesser nicht rosten können. In der Maschine kann das der Fall sein.

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